Über mich | Ulrike Behl

Au Pair-Mama-Coach: Wieso ich tue, was ich tue

Mir ist einfach wichtig, dass sich noch viel mehr Menschen für das Konzept Au Pair begeistern. Die Idee vom Geben und Nehmen gefällt mir: Au Pair-Familien ermöglichen einem jungen Menschen, unsere deutsche Kultur zu erleben, hautnah, live und in Farbe. Das geht über jeden Sprachkurs weit hinaus und ist ein perfektes Training in Selbsterkenntnis, Unabhängigkeit und Toleranz. Übrigens: Für alle!

Im Gegenzug bekommt Deine Familie Unterstützung bei der Kinderbetreuung und im Haushalt. Und wenn es richtig gut läuft, etwas ganz Wunderbares: Ein neues Familienmitglied. So wie bei mir. Anna, unser armenisches Aupair, lebte fast 3 Jahre bei uns. Nach ihrem Au Pair-Jahr büffelte sie intensiv für die Sprachprüfung, die sie für die Zulassung zum Studium brauchte. Inzwischen studiert Anna BWL (auf Deutsch!), lebt mit ihrem Verlobten zusammen in Mannheim und besucht uns regelmäßig. Und das Schönste ist: Mit Anna hat nicht nur mein Sohn eine große Schwester, sondern habe ich die große Tochter bekommen, die ich sonst nie gehabt hätte. Und das ist einfach schön.

Weil aber so viele Familien naiv und völlig unvorbereitet an das Thema Au Pair herangehen, "scheitern" sie. Da höre ich dann, es habe eben nicht gepasst oder man habe sich das anders vorgestellt. Ja, hallo? Wenn ich manch Inserat einer suchenden Gastfamilie lese, kann ich nur sagen: Kein Wunder! Die sind einfach nicht konkret und spezifisch. Würdest Du Dich auf solch einen Job bewerben: „Wir sind die Firma XY und suchen irgendwen. Wer, was und wie Sie sind, ist uns egal.“

Als Au Pair-Mama bist Du Gast- und Arbeitgeberin. Und hast damit eine schöne und große Verantwortung.

Es ist schlichtweg so: Das passende Au Pair zu finden, bedeutet im Vorfeld Arbeit – zunächst rein gedankliche. Jedoch: Es lohnt sich! Als Au Pair-Mama bist Du die erste Kontaktperson Deines jungen Gastes: Als seine Gastgeberin und Chefin – denn Deine Familie ist sein „Arbeitsplatz“. Und wie jede Chefin mußt Du die Verantwortung dafür übernehmen, die – für Dich! – beste Kandidatin auszuwählen, um Deine Familienziele zu erreichen. Deshalb ist die wichtigste Frage: Was genau willst Du durch die Aufnahme eines Au Pair erreichen?

Und wie im Job gilt auch hier: Je konkreter die Ziele, desto fokussierter die Suche. Apropos Job: Würdest Du eine Beförderung annehmen, ohne Dich auf Deine neue Aufgabe vorzubereiten? Nein? Ok, und wieso solltest Du dann nicht auch Deine neue Rolle als Au Pair-Mama genauso ernst nehmen? (Übrigens machen sehr viele Au Pairs einen Vorbereitungskurs...)

Also, klär Deine Ziele, damit Du absehbare Zankäpfel umgehst. Wie Susanne, deren Sohn ein echtes Draußen-Kind ist. Susanne lehnt Ling aus Peking ab, weil die nie im Matsch gespielt und Angst im Wald hat. Oder Judith, deren Au Pair die Kinder zur Schule fahren soll. Sie entscheidet sich gegen Timur, der in der mongolischen Steppe mit einem 1979er Lada fahren gelernt hat – mit sechsspurigen Straßen, Staus und Automatikgetriebe wäre er heillos überfordert.

Fakt ist: Je intensiver Du Dich auf Deine neue Rolle als Au Pair-Mama vorbereitest, desto geringer ist das Risiko, dass es nicht klappt. Denn das wäre für alle Beteiligten unangenehm und ärgerlich: Für Dich, weil Du wieder ohne Unterstützung dastehst, für Deinen Nachwuchs, weil er sich wieder an jemand Neuen gewöhnen muss und für das Au Pair, weil es evtl. zurück ins Heimatland muss und dabei womöglich sein Gesicht verliert (Asien!). Auch nicht ganz unwichtig: Die Trennung von einem doch nicht passenden Au Pair kostet Dich jede Menge Energie, Nerven und Zeit. Und wird vermutlich genau in die Zeit fallen, in der das wichtigste Projekt Deiner Karriere ansteht. Murphy lässt grüßen...

I have a dream...

Au Pair mit Kind am Strand

Meine Vision ist, dass im Jahr 2050 alle Familien in Deutschland ein Au Pair haben. Weil die Gesellschaft dies so will. Weil die Idee des Au Pair zur sozialen Gerechtigkeit, Generationenhilfe und Völkerverständigung beiträgt. Weil Kulturaustausch und friedvolles Miteinander nachhaltig und sozio---logisch sind. Und deswegen finanziert der Staat jeder Familie ihre Au Pairs. Solange diese Au Pairs brauchen.

Ich spinne? Ja, klar!

Wer spinnt, ist frisch und mutig und erfolgreich, selbst wenn er nur einen Bruchteil seiner Vision verwirklichen kann! Und mal ehrlich: Eine rundherum gesicherte Kinderbetreuung – sollte das nicht uns allen ein paar Spinnereien wert sein?!

Und bis wir soweit sind, gebe ich gern alles weiter, was ich mit alle´meinen Au Pairs erlebt, erfahren und gelernt habe. Wie wär's, wenn Du gleich mal in meinen Angeboten für (werdende) Au Pair-Mamas stöberst? Oder magst Du lieber mit mir persönlich besprechen, wie ich Dir am besten helfen kann? Dann klingel einfach durch, ich freu mich auf Deinen Anruf!

Au Pairs können eine richtig gute Antwort auf die Vereinbarkeitsfrage sein. Nicht für jede Familie, sicher. Deswegen schau genau hin und mach meinen Au Pair-Check. Der zeigt Dir, ob ein Au Pair die beste Lösung ist. Und zwar ganz allein für Dich und Deine Situation. Versprochen.

Au Pair mit Sohn  am Strand

 

Pst! Wenn Du es nicht weitersagst, verrate ich Dir noch eine verrückte Idee: Wenn mein Sohnemann mal mit der Schule fertig ist, wünsche ich ihm eine Reise um die Welt. Zu all seinen Au Pairs.

 

P.S.: Ach, Du sagst, das war jetzt zwar sehr interessant, und Du möchtest dennoch ein paar Fakten? Ok. Ich bin:

  • berufstätige Au Pair-Mama (Darum dreht sich natürlich auch mein Blog, schau doch mal rein!)
  • Chorsängerin
  • European Business Coach
  • Genießerin
  • Krankenschwester
  • Binz- und Darss-Fan
  • fast fertige Medizinerin
  • Stress- und Burnoutberaterin
  • und vieles mehr...

Kennst Du schon meine Bücher?

Das Au Pair-ABC und das Beste aus meinem Blog gibt es bei amazon. Als Taschenbuch und in der Kindle Edition.

Viel Vergnügen beim Schmökern und Verschenken!