Ein Gedanke: Reden und reden lassen

„Sein Gerede hatte mich in Schweigen gehüllt, ich weiß nicht, warum. Es war eben doch nicht das offene, unbeschwerte, frohe Gerede meines Vaters. Ich wollte ihm zuhören, ihm aber jetzt nicht antworten. Diese eigenartige Verantwortung, die wir anderen gegenüber verspüren, wenn sie reden: ihnen den Trost einer Antwort zu bieten. Wir armen Menschen! Außerdem hatte er mir gar keine Frage gestellt.“

 

Aus: „Ein verborgenes Leben“ von Sebastian Barry

Ihre Coachingfragen zum Weiterdenken:

  • Wie leicht fällt es Ihnen, zuzuhören, ohne zu antworten? Und wieso?
  • Wann hätten Sie besser einmal geschwiegen, anstatt zu sprechen? Und wann haben Sie geschwiegen, wenn reden die bessere Alternative gewesen wäre?
  • In welchen Situationen verspüren Sie den Drang, den Trost einer Antwort zu spenden?
  • Wie oft antworten Sie, ohne dass Sie etwas gefragt wurden? Und wie fühlen Sie sich, wenn Sie eine Antwort auf eine ungefragte Frage bekommen?